Deckungsschutz bezeichnet im Versicherungswesen den Zeitraum und Umfang, in dem ein Versicherer im Schadensfall für den Versicherten eintritt. Der Begriff kommt vor allem im Zusammenhang mit Kfz-Versicherungen, aber auch bei anderen Versicherungsarten zum Einsatz und umfasst die rechtlich festgelegte Übernahme von Versicherungsschutz für vereinbarte Leistungen.
Was umfasst der Deckungsschutz?
Der Deckungsschutz regelt, ob und in welchem Umfang ein Schaden durch die Versicherung abgedeckt wird. Dies betrifft sowohl die versicherten Risiken (beispielsweise Unfall, Diebstahl oder Haftpflichtschäden) als auch die Bedingungen, unter denen der Schutz gilt.
- Beginn des Deckungsschutzes: In der Regel startet der Schutz mit dem im Vertrag festgelegten Datum oder nach Erfüllung aller vertraglichen Voraussetzungen, wie der Zahlung der ersten Prämie.
- Umfang des Schutzes: Dieser ergibt sich aus dem Versicherungsvertrag und den Versicherungsbedingungen. Hierin ist festgelegt, was genau versichert ist, welche Ausnahmen es gibt und welche Leistungen erbracht werden.
- Ende des Deckungsschutzes: Der Schutz erlischt je nach Vertrag entweder mit dem Ablauf des Versicherungszeitraums, durch Kündigung oder bei Nichtzahlung der Beiträge.
Deckungsschutz in der Kfz-Versicherung
Im Bereich der Kfz-Versicherung ist der Deckungsschutz für Fahrzeughalter besonders relevant, da ohne bestehenden Schutz kein rechtmäßiger Betrieb auf öffentlichen Straßen möglich ist. Der Versicherungsschutz enthält oft die Kfz-Haftpflicht sowie optional Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen. Durch eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) wird der bestehende Schutz auch gegenüber Behörden nachgewiesen.
Typische Einschränkungen und Besonderheiten
Der Deckungsschutz kann durch bestimmte Ausschlüsse begrenzt sein. Dazu zählen beispielsweise:
- Schäden durch grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz
- Nichteinhaltung der vertraglichen Pflichten (z. B. Meldepflichten nach einem Unfall)
- Ablauf oder Kündigung der Versicherung
- Fahren ohne gültigen Versicherungsschutz
Daher ist es ratsam, die Versicherungsbedingungen genau zu prüfen und rechtzeitig auf mögliche Änderungen zu reagieren.
Bedeutung des Deckungsschutzes für Versicherungsnehmer
Ein ausreichender Deckungsschutz schützt Versicherungsnehmer vor finanziellen Belastungen im Schadensfall. Insbesondere bei größeren Schadenssummen, wie sie im Straßenverkehr schnell entstehen können, bewahrt er Betroffene vor erheblichen Kosten.
Zudem sichert ein nahtloser Übergang zwischen zwei Versicherungsverträgen ab, dass kein Zeitraum ohne Versicherungsschutz entsteht. Ein lückenhafter Deckungsschutz kann gravierende Folgen haben, etwa den Verlust des Versicherungsschutzes oder Regressforderungen.
Vor dem Fahrzeugwechsel oder bei einem Versicherungswechsel sollte stets darauf geachtet werden, dass zu jedem Zeitpunkt ausreichend Deckungsschutz besteht. Beantragen Sie rechtzeitig eine neue eVB-Nummer und klären Sie alle offenen Fragen mit Ihrer neuen Versicherung, um eine Versicherungslücke zu vermeiden.
Antrag und Nachweis des Deckungsschutzes
Der Deckungsschutz wird in der Regel mit Abschluss des Versicherungsvertrages beantragt. Nach erfolgreicher Prüfung durch den Versicherer erhalten Kunden meist eine Versicherungsbestätigung oder die eVB-Nummer. Diese Nachweise dienen als offizieller Beleg für bestehenden Schutz, zum Beispiel bei Zulassungsstellen oder im Schadensfall.