Betriebssicherheit bezeichnet den Zustand eines Kraftfahrzeugs, bei dem sichergestellt ist, dass das Fahrzeug während des Betriebs keine Gefahren für Insassen, andere Verkehrsteilnehmer oder die Umwelt darstellt. Ein Fahrzeug gilt als betriebssicher, wenn alle sicherheitsrelevanten Bauteile und Systeme voll funktionsfähig, ordnungsgemäß installiert und frei von Mängeln sind, die den sicheren Betrieb beeinträchtigen könnten.
Unterschied zwischen Betriebssicherheit und Verkehrssicherheit
Im Alltag werden Betriebssicherheit und Verkehrssicherheit häufig synonym verwendet. Zwischen beiden Begriffen gibt es jedoch einen wichtigen Unterschied:
- Betriebssicherheit bezieht sich auf den technischen Zustand des Fahrzeugs und kontrolliert, ob alle Teile ordnungsgemäß funktionieren und keine Mängel aufweisen.
- Verkehrssicherheit umfasst zusätzlich das Verhalten des Fahrers sowie das Umfeld und geht somit über die reine technische Sicherheit hinaus.
Betriebssicherheit ist daher eine Grundvoraussetzung für die Verkehrssicherheit, aber sie allein genügt nicht, um Unfälle zu verhindern.
Worauf wird bei der Betriebssicherheit geachtet?
Die Betriebssicherheit eines Kraftfahrzeugs wird anhand verschiedener Kriterien geprüft:
- Bremsanlage: Muss einwandfrei funktionieren und keine Lecks oder Verschleißerscheinungen aufweisen.
- Lenkung: Sollte präzise sein und ohne Spiel arbeiten.
- Beleuchtung: Scheinwerfer, Signal- und Rückleuchten müssen vollständig und intakt sein.
- Bereifung: Reifen sollten ausreichend Profil und keine Beschädigungen haben.
- Karosserie & Fahrwerk: Keine gefährlichen Roststellen oder lose Teile.
- Flüssigkeitsstände: Alle Betriebsflüssigkeiten (Öl, Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit) müssen in ausreichender Menge vorhanden sein.
Diese Aspekte werden bei der Hauptuntersuchung (HU) nach § 29 StVZO regelmäßig kontrolliert.
Wer ist für die Betriebssicherheit verantwortlich?
Die Verantwortung für die Betriebssicherheit liegt in erster Linie beim Fahrzeughalter. Er muss dafür sorgen, dass das Fahrzeug jederzeit in einem betriebssicheren Zustand ist. Auch der Fahrzeugführer trägt eine Mitverantwortung, denn er darf ein Fahrzeug nicht nutzen, wenn ihm sicherheitsrelevante Mängel auffallen.
Werkstätten, die Wartungs- oder Reparaturarbeiten durchführen, müssen die durchgeführten Arbeiten fachgerecht und nach den geltenden Standards ausführen. Dennoch entbindet das den Fahrzeughalter nicht von seiner eigenen Sorgfaltspflicht.
Nutzen und Bedeutung der Betriebssicherheit für Fahrzeughalter
Betriebssicherheit bietet zahlreiche Vorteile, sowohl für die eigene Sicherheit als auch für die anderer Verkehrsteilnehmer:
- Reduziertes Unfall- und Pannenrisiko, da gefährliche Defekte rechtzeitig entdeckt und behoben werden.
- Erhalt des Fahrzeugwerts durch regelmäßige Wartung und Pflege.
- Vermeidung von Bußgeldern, Punkten oder Stilllegungen bei Verkehrskontrollen.
- Beitrag zum Umweltschutz, da betriebsunsichere Fahrzeuge häufig auch höhere Emissionen verursachen.
Ein betriebssicheres Fahrzeug sorgt für Zuverlässigkeit im Alltag und trägt maßgeblich zur allgemeinen Verkehrssicherheit bei.