Definition und Bedeutung
Die Fahrwerksprüfung bezeichnet die umfassende Überprüfung sämtlicher fahrwerksrelevanten Komponenten eines Kraftfahrzeugs. Ziel ist es, Sicherheit, Fahrstabilität und Komfort des Fahrzeugs zu gewährleisten. Im Mittelpunkt der Fahrwerksprüfung stehen unter anderem Federung, Stoßdämpfer, Achsen, Aufhängungen, Lenkung sowie Verbindungselemente und deren technischer Zustand.
Typische Bestandteile einer Fahrwerksprüfung
Bei einer professionellen Fahrwerksprüfung werden verschiedene Fahrzeugteile einzeln kontrolliert, um Mängel oder Verschleiß frühzeitig zu erkennen. Zu den zentralen Prüfpunkten zählen:
- Federung: Kontrolle auf Beschädigung, Durchrostung und Funktion der Federn.
- Stoßdämpfer: Prüfung auf Dichtigkeit, Wirkung und auftretende Geräusche.
- Lenkung: Sicht- und Funktionsprüfung aller Lenkteile, unter anderem auf Spiel und Gängigkeit.
- Achsen und Aufhängung: Begutachtung der Lager, Buchsen und Achsaufnahmen.
- Verbindungselemente: Überprüfung von Schraubverbindungen, Kugelgelenken und Gummilagern.
Gründe und Zeitpunkte für eine Fahrwerksprüfung
Eine Fahrwerksprüfung sollte regelmäßig durchgeführt werden, um die Sicherheit des eigenen Fahrzeugs zu gewährleisten. Sinnvolle Zeitpunkte sind:
- Vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens, um verdeckte Schäden auszuschließen.
- Vor längeren Urlaubsfahrten oder hohen Belastungen.
- Bei Auffälligkeiten wie Poltern, Klappern oder verschlechtertem Fahrverhalten.
- Im Rahmen von Haupt- oder Sonderuntersuchungen, z.B. nach einem Unfall.
Unregelmäßiger Verschleiß oder defekte Fahrwerkteile können die Verkehrssicherheit massiv beeinträchtigen und hohe Folgekosten verursachen.
Vorteile einer professionellen Fahrwerksprüfung
Die fachmännische Kontrolle des Fahrwerks bietet viele Vorteile für Fahrzeughalter und Fahrer:
- Erhöhte Sicherheit: Frühzeitige Fehlererkennung beugt Ausfällen und Unfällen vor.
- Kosteneinsparung: Das rechtzeitige Tauschen verschlissener Komponenten verhindert teure Folgeschäden.
- Komfort: Ein intaktes Fahrwerk sorgt für ruhiges und angenehmes Fahrverhalten.
- Werterhalt: Ein gepflegtes Fahrwerk steigert den Wiederverkaufswert des Autos.
Lassen Sie das Fahrwerk alle zwei Jahre oder bei den ersten ungewöhnlichen Klappergeräuschen von einer Fachwerkstatt prüfen. Selbst kleine Defekte können das Fahrverhalten unerwartet stark beeinflussen und sollten nicht auf die lange Bank geschoben werden.
Durchführung und Ablauf der Fahrwerksprüfung
Fachbetriebe führen die Fahrwerksprüfung meist mit modernen Test- und Prüfständen durch. Diese erfassen das Verhalten der einzelnen Bauteile unter realistischen Belastungen. Ergänzend erfolgt eine Sichtprüfung auf der Hebebühne, bei der Mechaniker auch versteckte Schäden oder Undichtigkeiten aufspüren. Zum Abschluss erhalten Kunden meist einen Prüfbericht mit einer detaillierten Auflistung der Testergebnisse und Empfehlungen für erforderliche Reparaturen.